EUROPALEUCHTTURM

„Jung lernt von Alt, Alt lernt von Jung“
Das EIZ Rostock sammelte in seiner langjährigen Arbeit zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit Ehrenamtlichen. Viele Projekte wurden aufgrund ehrenamtlichen Engagements junger und älterer Menschen
angeschoben und durchgeführt. Mit diesen Erkenntnissen beschloss das EIZ Rostock, in M-V ein generationsübergreifendes Projekt zu etablieren.
Im Rahmen des Programms „Engagement schlägt Brücken" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhielt das EIZ Rostock, nach erfolgreicher Bewerbung und der damit verbundenen dreijährigen finanzielle Unterstützung durch das BMFSFJ Anfang des Jahres 2009 die Möglichkeit, seinen „EuropaLeuchtturm" ins Leben zu rufen. Kooperationspartner ist das Frauentechnikzentrum Rostock (FTZ) ein Verein zur Förderung der Weiterbildung von Frauen, hauptsächlich auf dem Gebiet im Umgang mit IT-Anwendungen.
Von insgesamt 46 Leuchtturmprojekten in 16 Bundesländern ist das EIZ Rostock mit seinem „EuropaLeuchtturm" der einzige Leuchtturm, der den BürgerInnen europarelevante Themen näher bringen und vor allem auch transparenter gestalten will. Hauptsächliche Schwerpunkte des „EuropaLeuchtturms" liegen in der allgemeinen und politischen Weiterbildung, in der umfassenden Information und Beratung zu den verschiedensten Themen der Europäischen Union in Mecklenburg-Vorpommern, sowie das Interesse und Verständnis für andere Kulturen zu wecken und zu entwickeln und der allgemeinen Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
Die langjährigen Erfahrungen in den kommunalen Strukturen in Mecklenburg Vorpommern nutzt das EIZ Rostock, um eine Vernetzung und die Kooperation und Zusammenarbeit mit Sozialzentren speziell im ländlichen Raum durchzusetzen. Unser Ziel ist es, ein generationsübergreifendes Netzwerk aus Schulen und Jugendeinrichtungen auf der einen Seite und Seniorenverbänden und - vereinen auf der anderen Seite zu etablieren, dass durch Ehrenamtliche organisiert und betreut wird. Dabei geben mobile Teams individuelle Beratung und Unterstützung in Kommunen und örtlichen Trägern.
Das EIZ Rostock sieht den „EuropaLeuchtturm" als großartige Chance, Menschen bei der Entfaltung von Begabungen zu unterstützen und Ihnen die Umsetzung von Lebenszielen zu ermöglichen. Bildung und Ausbildung sind die wichtigsten Grundlagen für den erfolgreichen Lebensweg jedes Einzelnen, zugleich versetzt sie uns in die Lage, als selbstbewusste und eigenverantwortliche BürgerInnen das Gemeinwesen mitzutragen. Der „EuropaLeuchtturm" steht als Symbol für die Orientierung in eine kulturelle, politische und wirtschaftliche Zukunft in Europa und im Besonderen auch für Mecklenburg-Vorpommern und die Hansestadt Rostock.
„EuropaLeuchtturm" in der Praxis
Das Projekt startete im Januar 2009. Die Ehrenamtlichen arbeiten bereits an verschiedenen Modulkoffer z.B.zu folgenden Themen:
> Geschichte der EU, Vertrag von Lissabon
> Bildungs-, Familien- und Jugendpolitik
> Asyl- und Einwanderungspolitik
> Mobilität und soziale Sicherheit
Zahlreiche weitere Themen für Modulkoffer stehen zur Verfügung. Den Ehrenamtlichen wird aber auch immer die Möglichkeit gegeben, eigene Interessen in einem Modulkoffer einzubringen.
1x monatlich erfolgt unter der Betreuung der Projekt-Mitarbeiter ein Treffen zur Internen Qualifizierung aller Ehrenamtlichen im EIZ. Hier werden ebenfalls inhaltliche Fragen zu den Modulkoffern besprochen. Es erfolgt ein Erfahrungsaustausch unter den Freiwilligen und die weiteren Vorgehensweisen werden festgelegt.
Alle Ehrenamtlichen haben außerdem die Möglichkeit jederzeit ins Büro des EIZ Rostock zu kommen, um dort Ideen oder Probleme zu besprechen oder um am Computer zu arbeiten.
Ein wichtiger Punkt in der Arbeit mit Ehrenamtlichen ist die Qualifizierung dieser. Innerhalb des EuropaLeuchtturms werden daher den Ehrenamtlichen Seminare in den Bereichen IT, Rhetorik, Methodik und Didaktik angeboten.
„EuropaLeuchtturm" - Aussichten
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat mit der Auswahl des „EuropaLeuchtturm" Weitblick in die Zukunft bewiesen.
Die Europäische Kommission etabliert innerhalb der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales eine Expertengruppe, die sich inhaltlich ebenfalls mit den Schwerpunkten
Europa - Älter werden - Freiwilliges Engagement beschäftigt.
Das Europäische Parlament hat die Initiative ergriffen und das Jahr 2011 zum „Europäischen Jahr des freiwilligen Engagements" und 2012 zum „Europäischen Jahr des Aktiven Alterns und der Solidarität
zwischen den Generationen" erklärt.
Als "best practice" Beispiel wird der EuropaLeuchtturm in den kommenden Jahren europaweit Anerkennung finden.
„EuropaLeuchtturm" - Schlusswort
Das EIZ Rostock stellt sich mit diesem Projekt auch den Herausforderungen der demografischen Entwicklung in Deutschland und Europa, denn nur durch die aktive Einbindung der Älteren in die Gesellschaft, kann es gelingen, ihre Potenziale zu nutzen, ihr Wissen weiterzugeben sowie mit einem Schuss eigener Lebenserfahrung das Wissen an Jüngere weitergeben. Dafür suchen wir stetig engagierte BürgerInnen, die mit ihrem Interessen an der EU auf ehrenamtlicher Basis das Projekt unterstützen wollen.

